MXGP & MX2: Romain Febvre bestätigt WM-Silber beim MXGP-Saisonfinale in Australien
Romain Febvre hat die FIM Motocross-Weltmeisterschaft MXGP 2026 mit seinem elften Podium der Saison beendet und beim Finale in Darwin die Silbermedaille in der Gesamtwertung bestätigt. KRT-Teamkollege Pauls Jonass wurde zum dritten Mal in Folge Gesamtfünfter und schloss die Saison auf WM-Rang neun ab. In der MX2 sicherte sich Kay Karssemakers mit Rang sechs beim Grand Prix Platz zehn in der Endabrechnung.
Febvre wird Zweiter im Qualifying
Romain Febvre vom Kawasaki Racing Team MXGP fuhr im Qualifying zur letzten Runde der FIM Motocross-Weltmeisterschaft MXGP in Darwin im Norden Australiens auf einen knappen zweiten Platz. Der Franzose verpasste bereits im Zeittraining die Bestzeit nur knapp, benötigte im Qualifying-Rennen nach einem Rutscher in der ersten Kurve jedoch vier Runden, um auf Rang zwei vorzufahren. Nach rund 15 Minuten schloss er zum Führenden auf, fand aber keinen Weg vorbei und wurde beim Zieleinlauf Zweiter.
Romain Febvre: „Die Strecke macht mir großen Spaß und ich habe mich den ganzen Tag gut gefühlt. In der ersten Kurve des Qualifyings bin ich weggerutscht. In den ersten Runden habe ich mich auf Platz zwei vorgearbeitet, aber zum Sieg hat es erneut knapp nicht gereicht. Ich hatte eine gute Geschwindigkeit und konnte Tom an einigen Stellen einholen. Dann habe ich jedoch zu viel versucht, einen Fehler gemacht und wieder den Anschluss verloren.“
Pauls Jonass lag in den ersten Kurven als Fünfter direkt hinter seinem KRT-Teamkollegen und folgte ihm noch in der ersten Runde auf Rang vier. Diese Position hielt er einige Runden, ehe ihn der neue Weltmeister überholte. Anschließend fuhr der Lette auf einem ungefährdeten fünften Platz ins Ziel.
Pauls Jonass: „Mein Start war ordentlich und Platz fünf ist in Ordnung, aber ich wäre gerne näher an den ersten vier geblieben. Jetzt müssen wir uns zusammensetzen und einen Plan machen, damit ich mich morgen wohler fühle und die Saison mit einem guten Ergebnis beenden kann.“
Elftes Saisonpodium und WM-Silber für Febvre
Im ersten Wertungslauf bog Febvre als Dritter in die erste Kurve ein und übernahm noch in der Auftaktrunde Rang zwei. Sofort halbierte er den Rückstand auf den Führenden und übte kontinuierlich Druck aus, während sich das Spitzenduo pro Runde um rund drei Sekunden von den Verfolgern absetzte. Als die beiden nach etwa 25 Minuten auf zu überrundende Fahrer trafen, war das Rennen weiterhin offen. Febvres Konkurrent kam jedoch besser durch den Verkehr, sodass sich der Kawasaki-Pilot mit Platz zwei begnügen musste. Auf den Drittplatzierten hatte er im Ziel 43 Sekunden Vorsprung.
Im zweiten Lauf musste sich Febvre nach einem Start auf Rang sechs nach vorne arbeiten. In Runde vier setzte er sich auf Platz drei und schloss zu den Führenden auf. Erst kurz vor dem Anzeigen der letzten beiden Runden gelang ihm am Ende der Wellenpassage das Manöver auf Rang zwei. Mit zwei zweiten Plätzen wurde er zum zweiten Mal innerhalb von acht Tagen Gesamtzweiter und bestätigte zugleich den zweiten Platz in der WM-Endwertung.
Romain Febvre: „Ich habe alles gegeben und bis zum Ende gekämpft. In China war es knapp und hier wieder, aber Jeffrey war in diesem Jahr schwer zu schlagen. Es ist nie einfach, einen Titel zu verteidigen, deshalb bin ich stolz, zum dritten Mal in meiner Karriere die Silbermedaille zu holen. Das ist nicht schlecht. Man darf auch nicht vergessen, dass ich der Älteste bin und fast 35 Jahre alt werde. Nicht viele Fahrer waren in meinem Alter noch so erfolgreich. Ich habe mich auf der Strecke wohlgefühlt und konnte das ganze Wochenende Druck machen. Im ersten Rennen war mein Start besser. Ich war schnell Zweiter und konnte mit Jeffrey fahren, habe sein Hinterrad aber drei oder vier Runden vor Schluss etwas verloren. Mein Start im zweiten Lauf war erneut in Ordnung, doch Jeffrey rutschte in der ersten Kurve und kam vor mein Vorderrad. Deshalb musste ich mich durch das Feld nach vorne arbeiten. Wir haben bis ins Ziel hart gepusht. Ich war wieder nah dran, aber der Rückstand war etwas zu groß, um noch zu gewinnen. Dies war nach sieben wunderbaren Jahren mein letzter Grand Prix mit Kawasaki. Eine Erfolgsgeschichte, die wir heute Abend feiern werden. In zwei Wochen steht aber noch das Motocross of Nations an. Dieses Rennen ist immer etwas Besonderes, und mit Tom und Mathis haben wir ein gutes Team. Es wäre schön, dort ein gutes Ergebnis für Frankreich und auch für das Team zu erzielen.“
Jonass beendet die Saison auf WM-Rang neun
Jonass fuhr in der ersten Runde des ersten Wertungslaufs zügig auf Platz fünf vor und hielt in der Anfangsphase den Kontakt zu den Fahrern direkt vor ihm. In der Mitte des Rennens wehrte er den Druck von hinten ab und brachte Rang fünf sicher ins Ziel. Im zweiten Lauf gelang ihm ein hervorragender Start, der ihn in den ersten Kurven auf Position zwei brachte. Bis zum Ende der ersten Runde wurde er jedoch auf Rang fünf zurückgedrängt. Von dort fuhr er erneut ohne unmittelbare Positionskämpfe ins Ziel und sicherte sich zum dritten Grand Prix in Folge den fünften Gesamtrang. Mit 38 Punkten an diesem Wochenende verbesserte er sich in der WM-Endwertung auf Platz neun.
Pauls Jonass: „Wieder Platz fünf, aber ich konnte meine Geschwindigkeit im Verlauf des Wochenendes steigern und kam den ersten vier immer näher. Besonders gefreut haben mich meine Starts zum Saisonende, und bei den letzten fünf Grands Prix bin ich viermal unter die ersten Fünf gefahren. Damit ist die GP-Saison abgeschlossen, aber das Motocross of Nations steht noch an. Wir haben mit zwei jungen Fahrern, die ebenfalls motiviert sind, ein gutes Team. Hoffentlich können wir dort ein gutes Ergebnis erzielen.“
Bestes Qualifying-Ergebnis für Karssemakers
Kay Karssemakers vom DRT Kawasaki Team erzielte im Qualifying zur FIM Motocross-Weltmeisterschaft MX2 mit Rang fünf sein bislang bestes Ergebnis. Der junge Niederländer hatte seine Stärke auf der Strecke von Darwin bereits im Zeittraining gezeigt. Als Sechster lag er näher an der vorläufigen Bestzeit als je zuvor und beendete auch die erste Runde des Qualifying-Rennens auf dieser Position. Mit einem selbstbewussten Manöver rückte er in der sechsten von 13 Runden auf Platz fünf vor. Diesen Rang behauptete er bis ins Ziel, weniger als zwei Sekunden hinter dem designierten Weltmeister.
Kay Karssemakers: „Ich mag die Strecke hier sehr und habe mich von der ersten Trainingsrunde an wohlgefühlt. Im Zeittraining war ich näher an Platz eins als je zuvor. In den ersten Runden des Qualifyings gelangen mir einige gute Manöver, und ich fühlte mich sicher, weil ich am Hinterrad von Farres bleiben konnte. Die Hitze macht mir nichts aus, deshalb freue ich mich auf ein weiteres gutes Rennen morgen.“
Dritter Top-Sechs-Rang in Folge für Karssemakers
Im ersten MX2-Lauf hielt Karssemakers in den Anfangsrunden einen komfortablen sechsten Platz und lag bis zu einem Fehler in Runde sechs weniger als zehn Sekunden hinter den Führenden. Dadurch verlor er zunächst eine Position. Der Zwischenfall brachte ihn für einige Runden aus dem Rhythmus und er fiel auf Platz acht zurück. Anschließend fing er sich wieder und eroberte nach zwei Dritteln der Distanz mit einem entschlossenen Überholmanöver Rang sieben zurück. Den Rückstand auf Platz sechs konnte er noch verringern, für einen Angriff reichte die verbleibende Zeit jedoch nicht mehr.
Nach einem schwierigen zweiten Start kämpfte er sich in den ersten Kurven mit Nachdruck auf Rang sieben vor. Die Hälfte des Rennens benötigte er, um den Sechstplatzierten einzuholen. Der Rückstand auf Rang fünf war zu diesem Zeitpunkt bereits groß. Mit den Plätzen sieben und sechs erreichte Karssemakers zum dritten Mal in Folge einen Top-Sechs-Gesamtrang. Als Gesamtsechster in Darwin sicherte er sich Platz zehn in der WM-Endwertung.
Kay Karssemakers: „Der sechste Gesamtrang war nach drei konstanten Grands Prix in Folge ein guter Saisonabschluss. Im ersten Rennen habe ich einen ziemlich großen Fehler gemacht, bin von der Strecke abgekommen und habe anschließend einen weiteren Fehler begangen, durch den ich auf Platz acht zurückfiel. Ich habe mich aber stark auf Rang sieben zurückgekämpft. Ich weiß nicht, was beim zweiten Start schiefgegangen ist. Ich war als Letzter in der ersten Kurve, konnte aber bereits in der ersten Runde einige gute Überholmanöver setzen und mit zwei weiteren Manövern bis auf Platz sechs vorfahren, nahe an Rang fünf. Die Reisen zu den Übersee-Grands-Prix haben mir gefallen. Am Ende verging die Saison sehr schnell, und ich fühle mich noch immer stark. Jetzt freue ich mich auf einen guten Winter und ein erfolgreiches Jahr 2027.“
Valin kehrt beim Motocross of Nations zurück
Mathis Valin vom Kawasaki Racing Team MX2 belegt in der WM-Endwertung Rang zwölf, obwohl er aufgrund einer Verletzung mehr als die Hälfte der Saison aussetzen musste. Der junge Franzose befindet sich inzwischen wieder im Training. In zwei Wochen kehrt er beim saisonabschließenden Motocross of Nations in Ernée im Nordwesten Frankreichs als wichtiges Mitglied des französischen Teams ins Renngeschehen zurück.
Duncan auf Rang drei im ersten WMX-Lauf
Courtney Duncan vom DRT Kawasaki Team fuhr im ersten Lauf des Wochenendes beim Finale der FIM Frauen-Motocross-Weltmeisterschaft WMX auf Rang drei. Nach mehreren Berührungen direkt nach dem Start wählte die Neuseeländerin eine enge Linie durch die erste Kurve und lag in den Anfangsrunden auf Platz fünf. In Runde vier rückte sie auf Rang vier vor und schloss sich einer vierköpfigen Spitzengruppe an. Nur die Führende der WM-Gesamtwertung konnte sich absetzen. Duncan setzte ihre Konkurrentin um WM-Rang drei in den Schlussrunden unter Druck, während beide weiter nach vorne fuhren. In der letzten Runde übernahm sie Platz drei. Vor dem abschließenden Saisonlauf am folgenden Morgen betrug ihr Rückstand auf die Bronzemedaille in der Gesamtwertung acht Punkte.
Courtney Duncan: „Das war ein solider dritter Platz, aber ich hatte das Gefühl, dass mehr möglich gewesen wäre. Ein besserer Start hätte sicher geholfen, zumal die Strecke stark bewässert worden war. Ich habe 21 Abreißvisiere benötigt und während des gesamten Rennens viel aufgewirbelten Schmutz abbekommen. Mit meiner Fahrweise war ich aber zufrieden. Morgen brauche ich einfach einen besseren Start, dann sehen wir weiter.“