MXGP + MX2: Viertes Podium in Folge für Romain Febvre
Mit einer herausragenden Aufholjagd im zweiten Lauf der tschechischen Runde der FIM Motocross-Weltmeisterschaft in Loket sicherte sich Romain Febvre vom Kawasaki Racing Team MXGP sein viertes Podium in Folge. Gleichzeitig rückte er in der WM-Wertung deutlich näher an den zweiten Platz heran.
Febvre fährt im ersten Lauf auf Rang zwei
Nachdem er beim Start zum ersten Lauf abgedrängt worden war, passierte der Franzose die erste Zeitnahmeschleife auf Rang sechs. Bereits am Ende der Boxengeraden lag er auf dem vierten Platz, während sich die Reihenfolge an der Spitze mit allen Favoriten schnell stabilisierte.
Mit einem klassischen Überholmanöver, das er über mehrere Kurven hinweg vorbereitet hatte, rückte Febvre in der sechsten Runde auf Rang drei vor. Nach 20 Minuten setzte er seinen Angriff auf den Zweitplatzierten perfekt und zog vor der Haupttribüne vorbei, nachdem er aus der langgezogenen ersten Kurve besonders viel Schwung mitgenommen hatte. Da der Führende bereits zwölf Sekunden Vorsprung hatte, konzentrierte sich Febvre anschließend darauf, seinen zweiten Platz sicher bis ins Ziel zu bringen.
Aufholjagd sichert das vierte Podium in Folge
Seine Hoffnungen auf einen weiteren Podestplatz schienen in der ersten Kurve des zweiten Laufs einen schweren Rückschlag zu erleiden. Febvre wurde durch einen Sturz unmittelbar vor ihm mit zu Boden gerissen. Der Kawasaki-Pilot bewies jedoch großen Kampfgeist und ein herausragendes Tempo, als er sich eindrucksvoll durch das Feld nach vorne arbeitete.
Nach dem Zwischenfall in der ersten Kurve erreichte er bereits zum Ende der ersten Runde wieder die Top 20. In Runde vier lag er auf Rang zehn und zur Rennhälfte hatte er mit einem beeindruckenden Überholmanöver auf der Außenlinie im Tal bereits den achten Platz übernommen. Damit befand er sich in der virtuellen Gesamtwertung wieder auf Podiumskurs.
Doch Febvre gab sich damit nicht zufrieden und verbesserte sich mit drei weiteren entschlossenen Überholmanövern auf den fünften Platz. Dieses Ergebnis sicherte ihm sein viertes Podium in Folge. In der WM-Wertung liegt er weiterhin auf Rang drei, hat aber nur noch 25 Punkte Rückstand auf den Zweitplatzierten.
Romain Febvre: „Nachdem ich mich im ersten Lauf stark auf den zweiten Platz zurückgekämpft hatte, wusste ich, wie wichtig der Start im zweiten Lauf sein würde. Aber ich geriet in der ersten Kurve in einen Sturz. Mein Motorrad hatte sich mit den Maschinen anderer Fahrer verkeilt. Ich lag auf einem Motorrad, während ein anderes auf meiner Maschine lag, und es dauerte ungefähr 20 Sekunden, bis ich das Rennen wieder aufnehmen konnte. Ich dachte, das Podium wäre damit verloren. Aber ich habe alles gegeben, gute Linien gefunden und konnte noch Fünfter werden. Ich bin sehr stolz auf dieses Podium. An meiner Herangehensweise an die Meisterschaft hat sich nichts geändert. Ich versuche immer, so gut zu fahren, wie ich kann. Nur so kann man um den Titel kämpfen.“
Karssemakers kämpft sich vom Ende des Feldes zurück
Auch Kay Karssemakers vom DRT Kawasaki Team bewies in den Läufen der FIM Motocross-Weltmeisterschaft MX2 großen Kampfgeist. Nachdem auch er in einen Zwischenfall in der ersten Kurve verwickelt worden war, erreichte er den zehnten Gesamtrang.
Für den Niederländer begann der Renntag mit Pech. Nachdem er im morgendlichen Warm-up die neuntschnellste Zeit gefahren war, erwischte er aus einer mittleren Startposition einen guten Sprung aus dem Gate. Am Ausgang der ersten Kurve wurde er jedoch zu Boden gerissen, als vor ihm mehrere Fahrer stürzten und er nicht mehr ausweichen konnte. Dadurch musste er seine Aufholjagd vom Ende des voll besetzten Fahrerfeldes beginnen.
In der ersten Runde lag Karssemakers noch auf Rang 30. Bereits zum Ende der zweiten Runde hatte er sich bis auf den punkteberechtigten 20. Platz vorgearbeitet. Er setzte seine Aufholjagd konsequent fort und überquerte die Ziellinie schließlich als Dreizehnter.
Achter Platz im zweiten Lauf
Im zweiten Lauf blieb Karssemakers von Zwischenfällen in der ersten Kurve verschont und arbeitete sich mit entschlossenen Manövern bereits in der ersten Runde auf den zwölften Platz vor. In Runde zwei erreichte er die Top 10. Bis zur fünften Runde verbesserte er sich auf Rang acht, den er anschließend souverän bis ins Ziel verteidigte.
Der zehnte Gesamtrang war die Belohnung für zwei kämpferische Läufe. Gleichzeitig festigte er seinen elften Platz in der WM-Wertung.
Kay Karssemakers: „Liam Everts und einige andere Fahrer sind im ersten Lauf vor mir in der ersten Kurve gestürzt, und ich konnte ihnen nicht mehr ausweichen. Trotzdem war ich mit meiner Fahrweise wirklich zufrieden, denn ich habe mich vom letzten auf den dreizehnten Platz zurückgekämpft. Auf dieser Strecke ist das Überholen nicht besonders einfach und wir hatten heute ein voll besetztes Fahrerfeld, aber ich habe bis zum Ende gekämpft. Meine Rundenzeiten waren gut. Deshalb wusste ich, dass ich im zweiten Lauf die Top 10 erreichen könnte, wenn ich wieder so fahre. Und genau das ist mir gelungen! In den ersten Runden konnte ich mehrere gute Überholmanöver setzen. Danach habe ich einfach meinen Rhythmus gefahren und bin sauber geblieben. Die Strecke hat mir heute wirklich viel Spaß gemacht und jetzt freue ich mich auf den Sand in Lommel am kommenden Wochenende. Die Strecke liegt nur 15 Minuten von meinem Zuhause entfernt, gleich hinter der Grenze in den Niederlanden.“