MXGP-Niederlande: Romain Febvre bleibt Zweiter in der MXGP-Wertung

Romain Febvre vom Kawasaki Racing Team MXGP meldete sich nach einem frustrierenden ersten Lauf beim niederländischen Lauf der FIM Motocross-Weltmeisterschaft in Arnhem mit einem kämpferischen fünften Platz im zweiten Rennen zurück und festigte damit seinen zweiten Rang in der Gesamtwertung.

Schwieriger Auftakt für Febvre

Nach der zweitschnellsten Rundenzeit im morgendlichen Warm-up war die Zuversicht groß. Doch in der ersten Kurve des ersten Rennens wurde sie jäh gedämpft: Der Franzose berührte ein Hinterrad und wurde von hinten zu Fall gebracht. Bereits in Runde zwei lag er wieder in den Punkterängen und kämpfte sich weiter nach vorn. Schließlich belegte er den zehnten Platz, unmittelbar hinter dem Neuntplatzierten. Auch der Start in das zweite Rennen verlief enttäuschend. Nach einem ordentlichen Antritt musste Febvre das Motorrad in Kurve eins aufrichten und lag nach den ersten Kurven auf Rang neun. Noch vor Ende der ersten Runde verbesserte er sich auf Platz acht und schloss zum Siebtplatzierten auf, fand jedoch acht Runden lang keinen Weg vorbei. In der zweiten Rennhälfte machte er weitere Positionen gut und kam als Fünfter ins Ziel. Bei noch drei ausstehenden WM-Runden beträgt sein komfortabler Vorsprung auf den Drittplatzierten in der Gesamtwertung nun 41 Punkte.

Romain Febvre: „Jemand traf mich in der ersten Kurve des ersten Rennens am Ellbogen. Ich konnte mich bis auf Platz zehn zurückkämpfen, hatte aber während des gesamten Rennens Schmerzen. Zu Beginn des zweiten Rennens fand ich einfach keinen Rhythmus. Gegen Ende lief es besser, aber der Abstand zu den Fahrern direkt vor mir war bereits zu groß. Ich hatte nicht das Tempo der Fahrer ganz an der Spitze, allerdings auch kein anderer. Jetzt habe ich jedenfalls ein rennfreies Wochenende. Das ist das erste seit langer Zeit, und danach werde ich für die letzten drei WM-Runden bereit sein.“

Pauls Jonass beendet den Tag als Gesamtneunter

KRT-Teamkollege Pauls Jonass erwischte im ersten Rennen einen guten Start, wurde auf dem Weg in die erste Kurve jedoch von einem Rivalen angerempelt und kam als Zwölfter aus der Kurve. Der Lette fuhr schnell in die Top Ten und arbeitete sich in Runde fünf auf Platz neun vor. Diese Position hielt er bis in die Schlussminuten des Rennens, ehe er auf Rang elf zurückfiel. Nach einem hektischen Start in das zweite Rennen fand er sich zunächst auf Platz 18 wieder. Mit schnellen Überholmanövern verbesserte er sich bis zum Ende der ersten Runde auf Rang 14 und lag nach 20 Minuten auf Platz zehn, den er bis zur Zielflagge verteidigte. Damit wurde er Tagesneunter und belegt in der Meisterschaft den zehnten Rang.

Pauls Jonass: „Kein einfacher Tag. Im zweiten Rennen fuhr ich besser, startete aber weiter hinten. Im ersten Rennen kämpfte ich das gesamte Rennen mit der Strecke und fand einfach keinen Flow. Alles begann jedoch schon mit der ungünstigen Wahl des Startplatzes am Gatter von gestern. Ich kam gut aus dem Gatter, war aber einfach zu weit außen, um einen guten Start zu erwischen. Der neunte Gesamtrang sieht nicht allzu schlecht aus, aber dort wollen wir nicht stehen. Wir werden weiterarbeiten, um bei den letzten drei GPs besser zu sein.“

Kay Karssemakers kämpft sich im zweiten Rennen zurück

Für Kay Karssemakers von DRT Kawasaki verliefen die beiden Rennen der FIM Motocross-Weltmeisterschaft in der MX2-Klasse sehr unterschiedlich. Nach einem Rückschlag im ersten Lauf kämpfte er sich im zweiten Rennen zurück. Der junge Niederländer war mit realistischen Hoffnungen auf eine Top-Fünf-Platzierung zu seinem Heim-GP gereist. Doch bereits in der ersten Kurve des ersten Rennens wurde er durch einen Fehler eines Rivalen von der Strecke gedrängt. Bei dem Versuch, den verlorenen Boden schnell wieder gutzumachen, kollidierte er später in derselben Runde mit einem weiteren Fahrer, wobei der Kupplungshebel abbrach. Karssemakers versuchte zunächst weiterzufahren. Auf der anspruchsvollen und stark ausgefahrenen Strecke erwies sich die Beeinträchtigung jedoch als zu groß, sodass er das Rennen in Runde vier aufgab.

Für den Start des zweiten Rennens wählte er eine andere Taktik. In der ersten Kurve wechselte er hinter dem Feld auf die Innenlinie, nahm viel Schwung auf die folgende Gerade mit und wurde an der ersten Zwischenzeit auf Rang elf geführt. Nach einer souveränen ersten Runde lag er bereits auf Platz neun, den er zunächst sicher hielt. Einige langsamere Runden und der Verlust seines Rhythmus kosteten ihn nach 20 Minuten eine Position. Unter den körperlich fordernden Streckenbedingungen nutzte er anschließend seine Erfahrung, fand wieder zu seinem Tempo und kämpfte sich bis ins Ziel auf einen verdienten neunten Platz zurück. In der Gesamtwertung bleibt er Elfter.

Kay Karssemakers: „Im Zeittraining gestern fühlte ich mich gut und war sehr nah an den Top Fünf. Auch das Qualifying lief auf Platz sechs gut, bis ich ein Problem hatte und ausfiel. Deshalb musste ich am Sonntag als Letzter meinen Startplatz am Gatter wählen. Beim ersten Start versuchte ich es außen und kam von der Strecke ab. Ich hatte mich bereits wieder bis auf Platz 13 vorgearbeitet, als ich noch in der ersten Runde mit einem anderen Fahrer kollidierte, in den Zaun geriet und den Kupplungshebel abbrach. Im zweiten Rennen erwischte ich einen ziemlich guten Start, bekam aber schon bald starkes Arm-Pump und fiel deshalb zurück. Vier oder fünf Runden vor Schluss ließ das Arm-Pump nach und ich konnte noch einmal bis auf Platz neun angreifen. Das war jedoch nicht das, was ich mir für meinen Heim-GP vorgestellt hatte, denn ich weiß, dass ich das Tempo für deutlich mehr hatte.“