MXGP Schweiz: Romain Febvre verpasst Podium in der Schweiz nur knapp – Pauls Jonass beweist starke Moral in Frauenfeld
Das Kawasaki Racing Team MXGP erlebte beim Grand Prix der Schweiz in Frauenfeld ein intensives und von schwierigen Bedingungen geprägtes Rennwochenende. Romain Febvre zeigte auf tiefem, vom Regen gezeichnetem Boden immer wieder Spitzenpace, verfehlte das Podium jedoch unglücklich erst über die Entscheidung des zweiten Laufs. Teamkollege Pauls Jonass überzeugte trotz Rückschlägen mit großem Kampfgeist und einer starken Aufholjagd.
Kawasaki Racing Team MXGP-Pilot Romain Febvre hat beim Grand Prix der Schweiz zur FIM Motocross-Weltmeisterschaft in Frauenfeld das Podium nur hauchdünn verpasst. Auf einer schweren, tief ausgefahrenen und nach anhaltendem Regen extrem anspruchsvollen Strecke fehlte dem Franzosen am Ende lediglich die Tie-Break-Entscheidung des zweiten Laufs zu einem Platz unter den Top Drei.
Febvre demonstrierte in beiden Läufen immer wieder seine Geschwindigkeit. Im ersten Rennen arbeitete er sich bereits in den Anfangsphasen auf Rang drei nach vorn und übernahm zur Rennmitte Platz zwei. Zwischenzeitlich schien sogar der Laufsieg möglich, ehe ihn ein Fehler in einer tiefen Spurrille zurückwarf und er am Ende Vierter wurde. Auch im zweiten Lauf zeigte Febvre einen starken Auftakt, lag früh auf Rang drei und befand sich damit auf Kurs Gesamtsieg. Über weite Strecken setzte er den Zweitplatzierten unter Druck, fand auf der sich ständig verändernden Strecke jedoch nicht mehr die entscheidenden Linien. Im Ziel bedeutete das Rang fünf im Lauf und in der Tageswertung – und damit ein knapp verpasstes Podium. In der WM-Wertung ist das Feld nach drei Grands Prix weiterhin eng zusammengerückt: Febvre liegt auf Platz sechs, nur vier Punkte hinter Rang vier und elf Zähler hinter Platz drei.
„Für mich war es ein schlechter Tag, aber so ist Racing“, sagte Romain Febvre. „Im ersten Lauf ist viel passiert, und ich bin auch zweimal gestürzt – sogar noch in der letzten Runde. Ich lag auf Platz zwei und wurde schließlich Vierter. Im zweiten Lauf war ich lange Dritter, aber ich habe die guten Spuren nicht gefunden und dadurch Zeit verloren. Gajser ist an mir vorbeigegangen, und ich konnte nicht erkennen, wo er so viel Zeit gutgemacht hat, weil er sofort weg war. Ich bin in diesem Lauf zwar nicht gestürzt, habe aber zu viele Fehler gemacht. Platz vier und fünf sind nicht das, was möglich gewesen wäre, denn ich lag zwischenzeitlich auf zwei und drei. Entsprechend enttäuscht bin ich. Heute war ich einfach nicht gut genug.“
Auch Teamkollege Pauls Jonass zeigte in Frauenfeld eine starke Leistung. Im ersten Lauf kämpfte sich der Letten von außerhalb der Top Ten auf Rang sieben nach vorn. Im zweiten Rennen gelang ihm dann ein hervorragender Start, und nach der ersten Kurve lag er sogar auf Platz drei. Seine starke Ausgangsposition hielt jedoch nicht lange: Bereits in der ersten Runde blockierte ein kleiner Stein den hinteren Bremsmechanismus. Nach einem Stopp in der Box und einem Zeitverlust von mehr als einer Minute startete Jonass eine beeindruckende Aufholjagd durchs Feld und verpasste einen weiteren WM-Punkt am Ende lediglich um sechs Sekunden.
„Endlich hatte ich im zweiten Lauf einen wirklich guten Start, doch schon in der ersten Runde verklemmte sich ein Stein in meiner Hinterradbremse“, erklärte Pauls Jonass. „Dadurch bin ich über den großen Table zu weit gesprungen und habe Positionen verloren. Ich habe zunächst versucht, den Stein selbst zu lösen, musste dann aber an die Box. Er saß so tief im Bremssystem, dass selbst mein Mechaniker einige Zeit brauchte, um ihn herauszubekommen. Ich habe darauf geachtet, den Führenden nicht in die Quere zu kommen, aber nach Romain entstand eine Lücke, sodass ich an seinem Hinterrad bleiben konnte. Ich hatte ein gutes Gefühl auf der Strecke und bin gut gefahren, aber solche kleinen Zwischenfälle gehören leider dazu. Auch im ersten Lauf war ich gerade auf dem Weg nach vorn, als ich zur Rennmitte abgeräumt wurde und sich mein Lenker verbog. Trotzdem konnte ich noch Siebter werden. Hoffentlich waren das die letzten Rückschläge in dieser Saison, sodass wir von hier aus weiter nach vorne arbeiten können.“
Nach dem Grand Prix der Schweiz in Frauenfeld steht für das Kawasaki Racing Team MXGP im weiteren Saisonverlauf folgendes Programm an:
April 2026
- 11./12. April: MXGP of Sardegna – Riola Sardo, Italien
- 18./19. April: MXGP of Trentino – Pietramurata, Italien
Mai 2026
- 23./24. Mai: MXGP of France – Lacapelle-Marival, Frankreich
- 30./31. Mai: MXGP of Germany – Teutschenthal, Deutschland
Juni 2026
- 6./7. Juni: MXGP of Latvia – Kegums, Lettland
- 20./21. Juni: MXGP of Italy – Montevarchi, Italien
- 27./28. Juni: MXGP of Portugal – Águeda, Portugal
Juli 2026
- 4./5. Juli: MXGP of South Africa – Johannesburg, Südafrika
- 18./19. Juli: MXGP of Great Britain – Foxhills, Großbritannien
- 25./26. Juli: MXGP of Czech Republic – Loket, Tschechien
August 2026
- 1./2. August: MXGP of Flanders – Lommel, Belgien
- 15./16. August: MXGP of Sweden – Uddevalla, Schweden
- 22./23. August: MXGP of Netherlands – Arnhem, Niederlande
September 2026
- 5./6. September: MXGP of Turkiye – Afyonkarahisar, Türkei
- 12./13. September: MXGP of China – Shanghai, China
- 19./20. September: MXGP of Australia – Darwin, Australien
Oktober 2026
- 2.–4. Oktober: Motocross of Nations – Ernée, Frankreich