MXGP/MX2 Andalusien: Febvre auf Podiumskurs gestürzt – Valin überzeugt mit Platz vier
Beim spanischen Lauf der FIM World MXGP Motocross Championship in Almonte (Andalusien) zeigte Romain Febvre zunächst eine starke Leistung mit Rang drei im ersten Lauf, ehe ein schwerer Sturz im zweiten Rennen seine Podiumschancen zunichtemachte. Der Kawasaki Racing Team MXGP-Pilot blieb dabei glücklicherweise ohne schwerwiegende Verletzungen, fällt jedoch in der Gesamtwertung auf Rang vier zurück. Teamkollege Pauls Jonass überzeugte mit einer kämpferischen Leistung und einem neunten Platz im zweiten Lauf und liegt aktuell auf Gesamtrang zehn.
Mit einem cleveren Manöver auf der Innenseite in der ersten Kurve des ersten Laufs kam der Franzose auf Rang fünf aus der Startphase und rückte bereits nach weniger als einer halben Runde auf Platz vier vor, während sich die Führungsgruppe früh vom Feld absetzte. Über die Hälfte des Rennens blieben die Positionen unverändert, ehe Febvre den Träger der roten Startnummer überholte und auf Rang drei vorrückte. Die beiden Führenden hatten sich zu diesem Zeitpunkt jedoch bereits um rund zehn Sekunden abgesetzt, sodass Febvre seinen dritten Platz bis ins Ziel verteidigte.
Die Strecke mit losem Untergrund wurde im zweiten Lauf zunehmend unberechenbar. Nach einem Verbremser in Kurve zwei fiel der Titelverteidiger zunächst auf Rang sechs zurück, kämpfte sich jedoch schnell wieder auf Position fünf vor und überholte noch in derselben Runde den nächsten Konkurrenten. In Runde drei rückte er auf Platz vier vor, ehe er sich mit einem weiteren gelungenen Überholmanöver über den Zielhügel am Ende der fünften Runde Rang drei sicherte. Wie im ersten Lauf hatten sich die beiden Führenden erneut deutlich abgesetzt, sodass ein Podiumsergebnis greifbar war.
In Runde zehn kam es jedoch zu einem schweren Sturz: In einer schnellen Kurve klappte das Vorderrad ein, nachdem der weiche Streckenrand nachgab. Febvre wurde über den Lenker geschleudert und zog sich dabei einen heftigen Schlag auf den Brustbereich zu. Nach mehreren Minuten der Erholung kehrte er zu Fuß ins Fahrerlager zurück. Untersuchungen im Medical Center ergaben glücklicherweise keine Knochenbrüche.
Antti Pyrhönen (KRT Teammanager):
„Heute war ein harter Tag für das gesamte Team. Romain zeigte erneut ein starkes Wochenende und hatte mit Platz drei im ersten Lauf alles unter Kontrolle. Auch im zweiten Lauf lag er auf Podiumskurs, bevor ein kleiner Fehler zu einem heftigen Sturz führte. Es war ein unangenehmer Crash mit einem abrupten Aufprall, bei dem er sich den Bauchbereich gestoßen hat. Die Untersuchungen inklusive Röntgenbild im Medical Center haben jedoch keine schwerwiegenden Verletzungen ergeben. Er hat einen harten Schlag abbekommen und Schmerzen, aber zum Glück nichts Schlimmeres. Jetzt ist es entscheidend, dass er sich vollständig erholt und hoffentlich bereits am kommenden Wochenende in der Schweiz wieder einsatzbereit ist. Pauls hatte an diesem Wochenende etwas Probleme, den Rhythmus auf der Strecke zu finden. Zudem hatten wir im ersten Lauf ein technisches Problem, das außerhalb unseres Einflusses lag – das gehört zum Motorsport. Im zweiten Lauf zeigte er jedoch eine solide Leistung und holte das bestmögliche Ergebnis.“
Teamkollege Pauls Jonass zeigte nach einem enttäuschenden Qualifying am Samstag eine klare Leistungssteigerung. Der Lette arbeitete sich im ersten Lauf schnell von Rang 13 auf Platz neun vor und lag auf Kurs für ein Top-Ten-Ergebnis, ehe er zwei Runden vor Schluss das Rennen vorzeitig beenden musste. Im zweiten Lauf startete er erneut knapp außerhalb der Top Ten, fand jedoch einen guten Rhythmus auf der anspruchsvollen Strecke und setzte mehrere Überholmanöver, um sich vier Runden vor Rennende den neunten Platz zu sichern.
Pauls Jonass:
„Es war ein schwieriger Tag. Ich habe mich körperlich gut gefühlt, aber im ersten Lauf lief es fahrerisch nicht optimal, und dann kam noch ein kleines Problem hinzu, das mich zum Aufgeben zwang. Im zweiten Lauf konnte ich mich steigern, einige Positionen gutmachen und als Neunter ins Ziel kommen. Es war nicht das Ergebnis, das wir uns wünschen, aber wir wollen in der Schweiz zurückschlagen.“
MX2
Mathis Valin verpasste beim spanischen Lauf in Almonte nur knapp das Podium und belegt nach zwei Runden Rang fünf in der Gesamtwertung der FIM World MX2 Motocross Championship.
Solide Starts in beiden Läufen bildeten die Grundlage für ein konstantes Ergebnis auf der anspruchsvollen, schnellen Strecke. Im ersten Lauf arbeitete sich der junge Franzose mit Überholmanövern in Runde drei und neun von Rang sechs auf Platz vier nach vorne und schloss in der Schlussphase bis auf eine Sekunde zum Drittplatzierten auf, konnte jedoch keinen weiteren Angriff mehr setzen.
Im zweiten Lauf kam er erneut als Sechster aus der ersten Kurve und suchte über mehrere Runden hinweg nach einer Möglichkeit, auf Rang fünf vorzurücken. Zur Rennmitte gelang ihm das Überholmanöver, doch der Abstand nach vorne war bereits zu groß, sodass er sich auf ein sicheres Ergebnis konzentrierte. Ein kleiner Fehler in der letzten Runde kostete ihn noch eine Position im Lauf, hatte jedoch keinen Einfluss auf Gesamtrang vier des Tages sowie Rang fünf in der Meisterschaft.
Mathis Valin:
„Der erste Lauf war ziemlich gut. Ich hatte einen guten Start, habe meinen Rhythmus gefunden und konnte am Ende Druck auf Längenfelder machen. Der zweite Lauf war etwas schwieriger. Ich war zu lange hinter Everts und konnte ihn nicht überholen, was viel Energie gekostet hat. In der letzten Runde hatte ich dann noch einen kleinen Sturz, der mich eine Position gekostet hat. Die Geschwindigkeit war in beiden Läufen da, aber ich muss an meinen Überholmanövern arbeiten – in der MX2 ist es extrem eng und Überholen nicht einfach.“
Antti Pyrhönen (KRT Teammanager):
„Wir haben an diesem Wochenende erneut gesehen, dass Mathis das Potenzial hat, sich in dieser stark besetzten MX2-Klasse weiter zu steigern. Er hatte gute Starts, zeigte konstante Geschwindigkeit und machte lediglich einen kleinen Fehler in der letzten Runde des zweiten Laufs. Insgesamt waren es zwei solide Rennen. Darauf können wir aufbauen – unser Ziel ist es, in den ersten Grands Prix das Tempo zu entwickeln und uns im Saisonverlauf Schritt für Schritt nach vorne zu arbeiten.“
Auch DRT Kawasaki-Pilot Kay Karssemakers überzeugte mit einer starken Leistung. Der Niederländer nutzte seine gute Startplatzwahl aus dem Qualifying und belegte im ersten Lauf Rang zehn in unmittelbarer Nähe zu mehreren Werksfahrern. Im zweiten Lauf zeigte er erneut starke Pace, fuhr zeitweise auf Rang acht und beendete das Rennen schließlich auf Platz neun, was ihm Gesamtrang zehn einbrachte. In der Meisterschaft liegt er aktuell auf Rang 13.
Kay Karssemakers:
„Mein bisher bestes Grand Prix Wochenende! Ich war schon mit Platz neun im Qualifying zufrieden und konnte im ersten Lauf eine konstante Leistung zeigen. Im zweiten Lauf war ich sogar noch stärker unterwegs, mit guten Rundenzeiten und in Schlagdistanz zu den Top Sechs. Darauf möchte ich im weiteren Saisonverlauf aufbauen.“