MXGP & MX2: Febvre erneut auf dem Podium – Starkes Kawasaki Wochenende in Agueda
Das Kawasaki Racing Team blickt auf ein erfolgreiches Rennwochenende der FIM Motocross-Weltmeisterschaft im portugiesischen Agueda zurück. In der MXGP fuhr Romain Febvre mit konstant starken Leistungen zu seinem vierten Podiumsplatz der Saison und baute seinen Vorsprung auf Rang drei der Weltmeisterschaft weiter aus. Teamkollege Pauls Jonass überzeugte ebenfalls mit zwei starken Rennen. In der MX2 musste Mathis Valin nach einem heftigen Sturz im Qualifying vorsorglich auf den Grand Prix verzichten, während Francisco Garcia seine Siegesserie in der EMX250 eindrucksvoll fortsetzte.
MXGP: Viertes Saisonpodium für Romain Febvre
Bereits im Qualifying zeigte Romain Febvre eine starke Vorstellung. Nach einem schwierigen Start arbeitete sich der Franzose bis auf Rang vier nach vorne und festigte damit seine dritte Position in der Weltmeisterschaft. Teamkollege Pauls Jonass belegte Rang sieben und sicherte sich ebenfalls eine gute Ausgangsposition für den Grand Prix.
Im ersten Lauf des Grand Prix startete Febvre als Dritter, verlor auf der ersten Runde jedoch zwei Positionen. Nachdem er sich wieder an die Spitzengruppe herangearbeitet hatte, übernahm er nach mehreren Runden Rang drei und brachte diesen bis ins Ziel.
Im zweiten Lauf musste der Kawasaki Fahrer nach dem Start zunächst einige Positionen gutmachen. Mit einer starken Aufholjagd arbeitete er sich bis auf Platz drei vor und sicherte sich damit den vierten Podestplatz der Saison. Zur Halbzeit der Meisterschaft festigte der amtierende Weltmeister gleichzeitig seinen dritten Rang in der Gesamtwertung.
Romain Febvre sagte: „Endlich konnte ich wieder zwei gute Läufe an einem Wochenende zusammenbringen. Wenn mir das gelingt, weiß ich, dass ich um das Podium kämpfen kann. Im ersten Lauf hatte ich einen guten Start und war die ganze Zeit vorne dabei. Im zweiten Lauf musste ich deutlich härter arbeiten. Ich wusste, dass ich Tim Gajser für das Podium noch einholen musste, also habe ich alles gegeben und ihn unter Druck gesetzt, bis er einen Fehler gemacht hat. Außerdem war ich nicht weit von den Führenden entfernt. Es ist frustrierend, nicht direkt mit ihnen kämpfen zu können, aber ich komme immer näher. Es hat Spaß gemacht, auf einer Strecke mit so viel Grip zu fahren. Jetzt freue ich mich auf Südafrika.“
Pauls Jonass zeigte ebenfalls ein starkes Wochenende. Nach einem schwierigen ersten Start kämpfte sich der Lette bis auf Rang sechs vor. Im zweiten Lauf bildete ein Top-Drei-Start die Grundlage für ein weiteres solides Rennen, das er erneut auf Platz sechs beendete. Damit belegte Jonass Rang sechs in der Tageswertung und bleibt Zehnter der Meisterschaft, verkürzte den Rückstand auf Rang acht jedoch deutlich.
Pauls Jonass erklärte: „Es war wieder ein positives Wochenende mit guter Geschwindigkeit und konstanten Rundenzeiten. Mein Start im zweiten Lauf war richtig gut, allerdings habe ich auf der ersten Runde einige Linien nicht optimal gewählt und dadurch Positionen verloren. Die harte Arbeit zahlt sich langsam aus und ich komme den Spitzenfahrern Schritt für Schritt näher.“
MX2: Valin verzichtet nach Qualifying-Sturz auf den Grand Prix
Das Qualifying der MX2 wurde von einem heftigen Sturz von Mathis Valin überschattet. Der Franzose hatte sich den Holeshot gesichert und lag aussichtsreich im Rennen, ehe er nach einem weiten Sprung über einen Table über den Lenker stürzte. Das Rennen wurde daraufhin mit der roten Flagge unterbrochen. Glücklicherweise blieb Valin unverletzt und konnte die Strecke selbstständig verlassen. Nach medizinischen Untersuchungen entschieden Fahrer und Team gemeinsam, den Grand Prix vorsorglich auszulassen, um mögliche Folgeschäden auszuschließen. Über einen Start beim kommenden Lauf in Südafrika wird nach weiteren Untersuchungen entschieden.
Mathis Valin sagte: „Ich bin einfach froh, dass es mir gut geht und ich auf eigenen Beinen stehen kann. Es war ein heftiger Sturz und ich habe Glück gehabt, dass nicht mehr passiert ist. Es war mein eigener Fehler. Mein Nacken ist noch etwas steif, deshalb trage ich vorsorglich eine Halskrause. Morgen stehen weitere Untersuchungen an und ich hoffe, dass ich am kommenden Wochenende in Südafrika wieder fahren kann.“
DRT Kawasaki Fahrer Kay Karssemakers belegte nach den Platzierungen 13 und 8 den zehnten Gesamtrang. Im ersten Lauf wurde er nachträglich aufgrund eines technischen Vergehens um zwei Positionen zurückversetzt. Im zweiten Lauf zeigte er eine starke Leistung und beendete das Rennen als Achter. Damit erreichte er bereits sein siebtes Top-Ten-Ergebnis der Saison und behauptete Rang zehn der Meisterschaft.
Kay Karssemakers erklärte: „Wieder ein konstantes Wochenende und wir kommen den Werksfahrern immer näher. Nach Änderungen an der Fahrwerksabstimmung am Samstag hatte ich im ersten Lauf nicht das beste Gefühl. Für den zweiten Lauf sind wir wieder zu unserem gewohnten Setup zurückgekehrt und das hat hervorragend funktioniert. Ich war sehr zufrieden mit meinem Fahren und freue mich jetzt auf Südafrika.“
EMX250: Garcia setzt Siegesserie fort
Venum Bud Racing Kawasaki Fahrer Francisco Garcia blieb auch in Agueda das Maß der Dinge in der EMX250-Europameisterschaft. Nach dem Sieg im ersten Lauf am Samstag gewann der Spanier auch den zweiten Lauf souverän und feierte damit sein drittes perfektes Rennwochenende in Folge. Mit nun 104 Punkten Vorsprung führt Garcia die Meisterschaft deutlich an, während Kawasaki den Vorsprung in der Herstellerwertung auf 71 Punkte ausbauen konnte.
Francisco Garcia sagte: „Es war ein großartiges Wochenende. Ich hatte auf der gesamten Strecke ein hervorragendes Gefühl und konnte das Rennen kontrollieren. Wir haben intensiv an den Starts gearbeitet und das zahlt sich jetzt aus. Ich konzentriere mich weiter voll auf die kommenden Aufgaben.“
Teamkollege Jake Cannon kämpfte sich nach schwierigen ersten Runden in beiden Läufen noch auf Rang sieben der Tageswertung nach vorne und behauptete damit Platz zwei in der EMX250-Gesamtwertung.