NEWSLETTER

KAWASAKI-NEWSLETTER

27 Juli 2015 Neugebauer und Jasikonis erobern das Podium

Die Reise führte das Thüringer Monster Energy Kawasaki Elf Team Pfeil am Wochenende erneut in den Norden Deutschlands, dieses Mal in die Nähe der deutsch-polnischen Grenze nach Wolgast. In den vergangenen Wochen haben Truck und Team Tausende von Kilometern zurückgelegt, von der Basis in Dreitzsch ins Schwarzwälder Schuttertal und zuletzt nach Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und nochmal zurück in den äußersten Nordosten der Republik, wo im Rahmen der Deutschen Motocross Meisterschaft Klasse Open um den traditionsreichen Ostsee-Pokal gekämpft wurde.
Zur vierten Runde der DM Open im Wolgaster Ostseesand war das Team in Bestbesetzung formiert. Neben Tabellenführer Boris Maillard gingen Arminas Jasikonis, Filip Neugebauer und Dominique Thury an den Start. Im Zeittraining zeichnete sich bereits ein Trend ab. Hinter dem  Piloten mit der schnellsten Runde, dem Deutschen Christian Brockel, sortierten sich die „grünen Pfeile“ wie an der Perlenschnur gereiht ein.
 
Vor mehr als 3.000 Zuschauern begann der erste Lauf wie das Zeittraining endete. Filip Neugebauer eroberte trotz Startproblemen schnell Rang zwei hinter dem Führenden. „Ich war in der ersten Runde nur auf Platz sieben. Mit der Strecke kam ich nicht so zurecht und habe viele Fehler gemacht. Zum Glück bin ich aber nicht gestürzt und noch auf Platz zwei vorgefahren.“
 
Ungewohnte Piste

Im zweiten Lauf ging der Tscheche auf Nummer sicher: „Mein Start war viel besser und ich kam als Zweiter aus der Startkurve. Ich konnte aber nicht das Tempo von Christian und Arminas im Sand mithalten, also habe ich den dritten Platz kontrolliert ins Ziel gebracht.“ Neugebauer beendete seinen Arbeitstag auf Rang zwei der Tagestabelle. Der Litauer Arminas Jasikonis, der in der Gesamtwertung sehr gute Titelchancen hat, konnte als Dritter ebenfalls auf das Podium fahren.

Jasikonis: „Zunächst war meine Reaktion am Gatter schlecht, aber ich kam gut durchs Feld und war schon Dritter, als ich stürzte und mein Motorrad ausging. Ehe ich wieder fahren konnte, waren zwei Fahrer vorbei und im Ziel endete ich auf Rang fünf. In Lauf zwei war mein Start erneut nicht gut, aber ich gab ordentlich Gas und konnte bis auf Position zwei vorfahren, die ich bis zur Ziellinie hielt. Die Strecke war etwas merkwürdig, anders als die Pisten in den letzten Wochen, aber es war interessant.“

"Nique" findet seinen Rhythmus nicht
 
Der großgewachsene Balte liegt nach Wolgast in Lauerstellung auf Position zwei der Punktewertung. Wolgast-Sieger Brockel führt knapp. Der Sachse Dominique Thury zeigte im ersten Lauf eine gute Leistung, verlor erst kurz vor Laufende nach einem Fehler den sicheren zweiten Platz und finishte auf Platz drei. Am späten Nachmittag fand „Nique“ im zweiten Umlauf keinen Rhythmus mehr und musste sich im Ziel mit Rang fünf zufrieden geben.

Wenig Zeit zur Vorbereitung
 
Der Franzose Boris Maillard, der als Spitzenreiter nach Wolgast anreiste, kam mit dem ungeliebten Sand nur schwer zurecht und musste als Sechster nach zwei durchwachsenen Läufen seine DM-Führung zunächst abgeben. Maillard liegt mit zehn Punkten Rückstand auf Rang drei der Meisterschaft. Mit den letzten beiden DM-Stationen in Gerstetten und Thurm kommen allerdings noch zwei richtig harte „Franzosenstrecken“, die die Chancen von Maillard auf den Titel am Leben halten.
 
Im Terminkalender für die Mannschaft von Teamchef Harald Pfeil ist jetzt der Süden an der Reihe. Die nächsten Ziele heißen Gerstetten in Baden-Württemberg und Ried in Österreich, bevor es zur Monatsmitte nach Lichtenvoorde in Holland geht. Für Mensch und Maschine bedeutet das eine unglaubliche Kraftanstrengung und wenig Zeit, das Material vorzubereiten.
 
Nächstes Rennen Klasse Open: 2. August 2015 in Gerstetten